Kulinarische Reisewarnung für Apulien! Auch Fructoseintolerante in Gefahr!

Ich war zwei Wochen in Apulien! Die Fructoseintoleranz war mit dabei. Was soll ich sagen, ich habe 4 Kilo mehr auf den Rippen! Es schmeckt einfach zu gut dort!

 

 

 

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Deshalb seid gewarnt, falls ihr dort Urlaub machen wollt! Es gibt zu viele Leckereien!

 

Cornetti und das italienische Frühstück

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Früher war das italienische Frühstück kurz und knapp erklärt. Ein Cornetti und ein kleiner Espresso. So war das auch in den Hotels üblich, die Touristen hatten nicht viel zu erwarten. Aber heute?? Ein reichhaltiges Frühstücksbuffet mit allem, was das Herz begehrt! Sogar als Fructoseintoleranter wird man fündig (und dick!). Ich war wirklich überrascht und habe es mir all morgendlich schmecken lassen! Auch das ein oder andere Cornetti war dabei. Cornetti sind die italienische und wesentlich bessere Variante der französischen Croissants, die es mit oder ohne süßer Füllung gibt. Ich habe dabei auf die ohne Füllung zurück gegriffen und (leider) keine Probleme damit gehabt.

 

 

 

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Mittagessen oder Stuzzuichini

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Das Mittagessen fiel dafür meist eher mau oder gar ganz aus. Dafür haben die Stuzzuichini am nachmittag wieder mächtig reingehauen. Stuzzuichini werden in Italien oft kostenlos zum Aperitif dazu gereicht. In touristisch verwöhnteren Gegenden geht man meistens leer aus, aber in den abgelegeneren Bars wird man dafür umso mehr verwöhnt! Meist sind es sehr fructosefreundliche Beilagen wie Nüsse, Chips oder Oliven. Manchmal auch Focaccia, Schinken, Käse und kleine Toast Häppchen. Und wer kann da schon nein sagen? Ich konnte es jedenfalls nicht. Vielleicht lag die rasante Gewichtzunahme aber auch an dem Bier, zu dem ich anstatt Weißwein doch des Öfteren gegriffen habe. Aber das sind reine Spekulationen 😉

 

 

Paninis und Focaccia

Sehr verfänglich sind Bars in jeglicher Form. Ob nun an der Tanke, im Supermarkt oder am Strand. Überall gibt es diese verdammt guten Paninis. Wenn man drauf achtet, dass sich wenig Tomaten drauf verstecken, kann man als Fructoseintoleranter kaum nein sagen! Die schmecken einfach überall und immer! Und auch Focaccia ist etwas sehr leckeres, was es so gut wie an jeder Ecke gibt! Mit und ohne Tomaten.

 

 

 

 

 

Insalata oder Pasta

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Nachdem ich am Mittag ja quasi gefastet habe, war das Abendessen täglich etwas umfangreicher. Das liegt allein daran, dass ich in Italien dem Essen einfach nicht widerstehen kann! Da nehme ich mir vor „Heute nur einen Salat!“ und dann sind da wieder Zwiebeln und Tomaten drin. Und das geht als Fructoseintolerante ja nun wirklich nicht! Ok, ich könnte ohne Cipolle und ohne Pomodori bestellen, aber ich will ja keine Umstände machen 😉 Also wieder Pasta & Co.

 

 

 

 

Troccoli und Orechiette

Zumal es in Apulien noch mindestens zwei fast unbekannte Nudelarten gibt! Troccoli und Orechiette zum Beispiel. Troccoli sind etwas dickere Spaghetti, die man unbedingt mal probiert haben muss. Ich habe sie mit Garnelen gegessen und war begeistert! Die Tomatensauce war zum Glück so dünn, dass sie fast restlos auf dem Teller blieb, top!

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Orechiette sind das Symbol der Stadt Bari. Der Name bedeutet „Öhrchen“. Hergestellt werden sie aus Pastateig und mit dem blosen Daumen werden sie geformt. Sehr lecker. Allerdings meist in dicker Tomatensauce, was bei Fructoseintoleranz nur einen eingeschränkten Genuss bedeutet. Trotzdem auf alle Fälle beim Nachbarn probieren!

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Antipasti

Und bevor es an die Pasta geht, muss natürlich wie bei den richtigen Italienern auch, eine Vorspeise gegessen werden. Die nennt sich Antipasti und ist auch unwiderstehlich. Als Fructoseintoleranter muss man ein wenig aufpassen, dass man nicht zu viel Knoblauch erwischt. Der Aglio versteckt sich gerne im eingelegten Gemüse. Deshalb lieber auf Speck und Käse verlassen und nebenbei noch ein paar Meeresfrüchte naschen! Gemüse wird in kleinen Mengen einfach wieder beim Nachbarn probiert.

 

 

 

 

Alici, Büffelmozzarella und Caciocavallo

Antipasti schmecken überall in Italien überragend. Wenn ihr in Apulien unterwegs seid, müsst ihr aber unbedingt den dort hergestellen Caciocavallo probieren! Caciocavallo ist dem Scamorza ähnlich. Er hat die typisch tropfenartige Form und wird hängend gereift. Entweder roh als Käse aufs Brot oder zum Snack oder abends gegrillt. Macht definitiv satt und schmeckt hervorragend!

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Wer Fisch mag, sollte sich auf jeden Fall sauer eingelegte Alici als Vorspeise bestellen! Davon kann man nicht genug bekommen!

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Eine weitere Spezialität aus Apulien ist der Büffelmozzarella. Auch ihn sollte man probiert haben! Falls Euch eine Burrate über den Weg läuft, zugreifen! Das ist ebenfalls eine Mozzarella Form, nur viel saftiger. Falls nicht im Restaurant, dann an der Käsetheke mitnehmen.

 

 

 

 

Carne und Pesce

Zu guter letzt kommt dann noch die Hauptspeise! Schließlich isst man in Italien Antipasti, Primi und Secondi! Und da will ich den Italienern in nichts nachstehen! Wenn wir nicht selbst leckeres Fleisch (Carne) gegrillt haben, dann habe ich mir meistens Fisch (Pesce) genommen. Leider ist es mir nicht immer gelungen, die Tomatensauce zu vermeiden, aber in den meisten Fällen habe ich die Gerichte meiner Wahl sehr gut vertragen. Im Zweifel einfach nachfragen ob Tomaten (Pomodori) oder Knoblauch (Aglio) enthalten sind. Da die Gerichte meistens sehr frisch zubereitet werden, sollte es kein Problem sein, auf Eure Wünsch einzugehen.

 

 

 

Das beste Fischgericht war ein gefüllter Tintenfisch. Absolut himmlisch und sehr zu empfehlen. Falls Euch also ein Polipo über den Weg läuft, unbedingt zuschlagen! Auch die gefüllten Miesmuscheln (Cozze) sind dein Traum.

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L’Agnello

In Alberobello bei den Trullis sind wir zum Abendessen in ein Restaurant, das ein komplettes Menu zum Festpreis angeboten hat. Von dem sehr motivierten Koch habe ich mich beraten und überraschen lassen. Wir hatten ein Menü bestellt, das Fleisch als Hauptspeise hatte. Da ich kein Schweinefleisch essen wollte, habe ich versucht, dem Koch das zu erklären. Mangels umfangreichen italienischen Wortschatz, habe ich ein ganz besonderes Highlight bekommen, dass dem Koch sehr am Herzen lag.

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Verstanden habe ich, dass es eine Spezialität ist. Nun, es war Lammleber. Hätte ich mir niemals nie nicht bestellt, wenn ich gewusst hätte, was es ist. Es war sehr lecker, aber ich werde es mir auch niemals nie nicht mehr bestellen. Aber es war kein Schweinefleisch 😉

Lamm heißt auf Italienisch übrigens l’Agnello. Solltet ihr bei einem italienischen Metzger Fleisch einkaufen, erkennt ihr Lamm meistens am beiliegenden Rosmarinzweig. In Italien habe ich Lammfleisch lieben gelernt. Gebt ihm eine Chance und nehmt ein kleines Stückchen zum probieren mit. Muss ja nicht gleich Leber sein!

Mein Mann hatte übrigens keine Sonderwünsche, hat aber ebenfalls eine sehr ausgefallene Schweinefleisch Variante erhalten:

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Bratwürste mit Parmesan. Ich habe auch das probiert. Ebenfalls gut, aber auch das muss ich nicht wieder haben.

 

Limoncello, Sambuca und Amaro

Zum Abschluss gibt es in Italien im Restaurant meistens einen Degustiv aufs Haus. In Apulien ist das zumeist der Limoncello, ein Zitronenlikör. Ich habe inzwischen viele fertige und selbstgemachte Varianten probiert, kann mir aber nicht helfen, es schmeckt wie ein WC Stein riecht. Absolut nicht mein Geschmack, deshalb bin ich auch überhaupt nicht böse, dass es absolut nichts für Fructoseintolerante ist.

 

 

 

Umso mehr freue ich mich aber, wenn mir ein Sambuca angeboten wird! Und neu lieben gerlent habe ich Amaro. Das ist eine selbstgemachte Version bzw. der Ursprung von Ramazzotti, den ich im übrigen nicht sonderlich mag. Aber natürlich ist bei Fructoseintoleranz auch hier nur ein eingeschränkter Genuss möglich!

 

Apulien, ich komme wieder!

Vermutlich habt ihr jetzt beim lesen schon ein Kilo zugenommen oder zumindest ordentlich Kohldampf bekommen! Ich jedenfalls habe jetzt erstmal wieder genug gegessen und werde zusehen, wie ich die Kilos wieder herunter bekomme! Aber Apulien, ich komme wieder!

Eure Sabine

PS: Die Fructoseintoleranz war auch schon in New York und auf Sardinien unterwegs!

 

 

Italien Apulien Fructoseintoleranz

 

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